Unsere Gästebucheinträge +++ Ich war gestern auf der Maiwoche in Osnabrück, und ihr seid einfach Der Hammer! +++ +++ +++ Habe noch nie so eine perfekte Coverband erlebt. Das gilt für die Instrumente und die Stimmen. Echt cool! LG Peter +++ +++ +++ Ich habe euch auf der CHIO "White-Party" in Aachen gesehen! Ihr seid alle der Hammer! Tolle Leistung, geile Musiker, wunderbare Sänger- und Performer! Respekt! Lieben Gruß aus Aachen! Nicole +++ +++ +++ Einfach unglaublich Eure Energie - Ihr seid wirklich Deutschlands Beste Partyband! Macht weiter so! Mich habt Ihr überzeugt und einen neuen Fan gewonnen. LG Nico +++ +++ +++ Der Abend (bzw. die Nacht) auf dem Obermarkt in Freiberg war so der Hammer. Ihr wisst wie man ordentlich Party macht! +++ +++ +++ Ein fantastischer Auftritt vergangenen Samstag in Köln! Ich werde den Abend noch lange in Erinnerung behalten. Weiter so! Sarah
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Jens Golücke


Bandportrait Decoy. Heute: Jens Golücke, Drummer mit Faible für den Backbeat - und das gleich in mehrfacher Hinsicht.


Mit allgemeingültigen Wahrheiten ist das so eine Sache, gerade in der Musik. Aber wenn es eine gibt, dann die, dass die Drums den Motor einer Band bilden. Und zwar jeder Band. Genreübergreifend. In allen Zeiten. Basta! Natürlich gilt das auch für Decoy. Wir trafen uns mit Drummer Jens Golücke in seinem Studio.



Jens, eigentlich hatte ich mir für dieses Interview einen hübschen Fahrplan zurechtgelegt, in dem der klischeemäßige Equipment-Talk allenfalls am Rande stattfinden sollte. Aber jetzt sitzen wir hier in Deinem Studio vor einer Wand von Snaredrums. Das ist nicht fair (lacht).
JG: (lacht)Du meinst wohl meine Wandverkleidung. 
 
Eine ziemlich kostspielige Wandverkleidung, oder? Bist Du Sammler, oder verwendest Du die auch alle.
JG: Na ja, Snares sind so etwas wie mein Steckenpferd, das stimmt schon, aber natürlich kommen die auch alle zum Einsatz. Gerade hier im Studio könnte ich noch ein paar Wände voller Snares gebrauchen (lacht), aber auch live probiere ich da viel aus.

Was ist Dir wichtig an einer so großen Auswahl an Snaresounds?
JG: Das definiert sich natürlich durch die unendliche Variabilität von Musik und den natürlichen Eigenschaften von Instrumenten. Jedes hat seinen Charakter, der festgelegt ist durch einen bestimmten Bereich, in dem es gut klingt. So einen Sweetspot muss man finden, durch gewissenhaftes Tuning z.B., und dann am besten nie wieder was ändern. In Kombination mit der Tatsache, dass kein Song wie der andere ist, ergibt sich daraus theoretisch, für jeden Song eine andere Snare zu wählen, nämlich die jeweils passende, was mich allerdings vor unlösbare finanzielle Probleme stellen würde (lacht)…und natürlich auch leicht übertrieben wäre.


Wir kommen gleich nochmal auf das Thema zurück. Vorher würde ich aber gerne noch ein paar Basics abklopfen. Wann hast Du mit dem Schlagzeugspielen angefangen und wie kam es dazu?
JG: Das war mit ca. 6 Jahren. Ich war mit meinen Eltern in der Kirche und da spielte diese Band moderne geistliche Musik. Ich kann das nicht erklären, aber ich war sofort hypnotisiert von den Drums und bekniete in der Folgezeit meine Mutter, mir ein Set zu kaufen.


Ein kostspieliger Wunsch für ein I-Dötzchen…
JG: (lacht) Kann man wohl sagen! Und so lehnte meine Mutter auch zunächst ab und empfahl mir, selbst eins zu bauen, was ich dann auch mit Hilfe meines Vaters tat. Auf diesem Holzkit daddelte ich dann zu Songs aus dem Radio.

Wie lange ging das so?
JG: Für ca. ein Jahr. Dann merkten meine Eltern wohl, dass es mir ernst war und kauften ein Set für mich. Im Nachhinein betrachtet war das eine sehr gute Schule für mich, weil es mir zeigte, dass man kämpfen und sich richtig ins Zeug legen muss, wenn man wirklich für etwas brennt.


Schließlich hätte es das auch sein können mit Deiner Drummer-Karriere.
JG: Stimmt genau! Aber ich hatte mich durch Beharrlichkeit  sozusagen als würdig erwiesen. Und wahrscheinlich hofften meine Eltern auch, dass ein richtiges Kit besser klingt, als die Eigenkreation, mit der ich sie ein Jahr lang malträtiert hatte (lacht).


Hattest Du von Anfang an Unterricht, oder warst Du erstmal Autodidakt?
JG: Ein bisschen was von beidem. Einen Lehrer hatte ich tatsächlich so ziemlich von Anfang an. Der hat mich dann an die ganzen notwendigen Basics herangeführt. Gott sei Dank, denn schließlich kann man sich ja gerade am Anfang eine Menge verbauen durch z.B. falsche Haltung. Gleichzeitig bin ich meinem Grundansatz aber immer treu geblieben und habe selbständig viel zu Platten getrommelt, also wenn man so will parallel autodidaktisch gearbeitet. Natürlich lief das nicht bewusst, sondern ich hab’s gemacht, weil es einfach sehr viel Spaß gemacht hat.


Hört sich nach „best of both worlds“ an. Was glaubst Du, inwiefern sich dieser Ansatz auf Deinen weitere Karriere ausgewirkt hat?
JG: (lacht) Na ja, eine Karriere war das natürlich erstmal nicht, ich war ja noch klein. Aber schon damals war ich eben eher an Bandspiel interessiert und da war das Mitspielen mit den Platten meiner Lieblingsbands natürlich die beste Übung, die man haben konnte. Als Teenager in meinen ersten Schülerbands hatte ich so schon relativ viel Erfahrung was songdienliches Spielen betrifft und konnte mich schnell in der lokalen Szene etablieren.


Wann und wodurch kam es dann zu der Entscheidung, das Hobby zum Beruf zu machen?
JG: Das kam durch meinen zweiten Schlagzeuglehrer. Der war neben seiner Lehrtätigkeit eben auch praktizierender Musiker und dadurch natürlich eine große Inspiration und letztlich auch Motivation. Irgendwann merkte ich, dass ich das auch so will, woraufhin wir gezielt in diese Richtung gearbeitet haben.


Was heißt das genau?
JG:  Alles, was man als Live- und Studiomusiker so braucht. Ich habe dann ja später auch zwei Jahre an der Musikhochschule studiert und musste mich dank der guten Vorbereitung um viele Grundlagen nicht mehr kümmern. Also z.B. auf Click spielen, Chart-Reading, die richtigen Fills zur richtigen Zeit spielen, den Backbeat dynamisch gleichmäßig spielen…


Womit wir dann wieder bei den Snares wären (lacht). Woher kommt diese Affinität.
JG: Der Backbeat ist in fast jeder modernen Musik einfach das Rückgrat, die Stütze, um die herum sich alles aufbaut. Das hat mich immer fasziniert und einen Teil meines Fokus’ beim Trommeln definiert. Ohne Backbeat kein Groove, ohne Groove kein guter Bandsound, so einfach ist das. Genau daher rührt meine Faszination für Snares, die ja schließlich Hauptträger des Backbeats sind.


Das ist eine Philosophie, die Dir sicher auch bei Decoy hilft, Deinen Job zu erfüllen. Wie würdest Du Deine Aufgabe  innerhalb der Band beschreiben, und was ist die Herausforderung dabei?
JG: Meine Aufgabe sehe ich darin, die Band zusammenzuhalten im umfassenden Sinne. Selbstverständlich müssen auch die anderen Jungs und Mädels in time sein, grooven und eine Bank sein. Aber ich sehe mich da an vorderster Front, auch, weil ich oft als einziger einen Click auf dem Ohr habe. Außerdem ist heute in den Charts fast alles EDM, was ohne das Abfeuern von Samples im LIve-Kontext überhaupt nicht realisierbar ist. Dafür bin ich dann auch zuständig, was mich wohl zu so etwas wie der Schaltzentrale der Band macht. Das ist dann natürlich schon eine Herausforderung, vor allem auch, weil der Bandsound trotz Einbindung gewisser technischer Aspekte nicht steril werden darf. Decoy ist kein  zusammentelefonierter Haufen, sondern eine feste Band, ein lebender Organismus, bei dem Spielfreude und Spontanität auf der Bühne Priorität haben. Hierfür darf ich keine Fragen offen lassen, die Basis muss stimmen. Und der Backbeat natürlich auch (lacht).






 
 
 
 
 
 
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